Die Quelle richtig dimensionieren — und danach nie skalieren
Eine Browser Source rendert die Seite exakt in der Breite und Höhe, die du in den Eigenschaften einträgst. OBS skaliert diese fertige Bitmap anschließend in deine Szene. Mit 500×200 rendern und in der Szene auf 1000×400 ziehen heißt: einen Screenshot hochskalieren — die Schrift wird weich, und keine Font-Einstellung holt das zurück.
Trage Breite und Höhe so ein, wie das Overlay am Ende auf dem Bildschirm stehen soll, und lass die Transformation in Ruhe. Ist eine Quelle bereits verzerrt: Rechtsklick, Transformieren, Transformation zurücksetzen — und die Zahlen stattdessen in den Quelleneigenschaften korrigieren.
Faustregel: Wenn du an einer Ecke ziehst, um ein Overlay größer zu machen, willst du eine größere Quelle, keine größere Box.
"Quelle beenden, wenn nicht sichtbar" ausschalten
Diese Option erzeugt das verwirrendste Symptom überhaupt: ein Widget, das funktioniert und dann stillschweigend aufhört. Ist sie aktiv, zerstört OBS die Seite, sobald ihre Szene nicht aktiv ist. Die Live-Verbindung stirbt mit — und beim Zurückwechseln verbindet sich das Widget von null neu.
Bei allem, was live mitzählt — Sub Count, Subathon-Timer, Goal-Leiste — liest sich das als "die Zahl hängt". Lass die Option aus, dann bleibt die Seite im Hintergrund verbunden und ist in dem Moment da, in dem du auf die Szene schneidest.
"Browser aktualisieren, wenn Szene aktiv wird" ist der umgekehrte Handel: frischer Zustand garantiert, dafür startet bei jedem Szenenwechsel jede Animation neu. Für Zähler und Timer aus; bei Alerts unkritisch.
Bildrate: 30 ist meistens die richtige Antwort
Eine eigene Bildrate nur setzen, wenn du weißt warum. Die Quelle an deine Stream-Ausgabe anzugleichen reicht — eine Browser Source mit 60 FPS laufen zu lassen, während du mit 30 streamst, verbrennt CPU für Frames, die nie jemand sieht. Ausnahme sind Overlays mit Dauerbewegung wie eine Avatar-Crowd oder ein drehendes Glücksrad, wo 60 sich lohnt, wenn du ohnehin mit 60 streamst.
Der "beim zweiten Versuch geht’s"-Fehler
Wenn eine Quelle beim ersten Laden schwarz bleibt und nach einem Refresh sauber läuft, liegt das meist an der GPU, nicht an der Seite. Prüfe in OBS unter Einstellungen, Erweitert, ob die Hardwarebeschleunigung des Browsers aktiv ist. Auf einem Laptop mit umschaltbarer Grafik zwingst du OBS in den Treibereinstellungen auf die dedizierte GPU — das erledigt eine ganze Klasse dieser Fälle, an denen sonst kein Herumschrauben an der Quelle etwas ändert.
Custom CSS ist zum Ausblenden da, nicht zum Reparieren
OBS spielt in jede Browser Source ein kleines Standard-Stylesheet ein, das den Seitenhintergrund transparent macht. Lass es drin. Ergänzen ist in Ordnung — eine Scrollbar verstecken, ein Element ein paar Pixel verschieben. Wenn du aber das Layout eines Overlays in Custom CSS neu schreibst, war die Einstellung, die du eigentlich wolltest, fast immer Breite und Höhe der Quelle.
Die Checkliste
- Breite und Höhe der Quelle entsprechen der gewünschten Größe auf dem Bildschirm; Transformation bleibt bei 100 %.
- "Quelle beenden, wenn nicht sichtbar": aus.
- "Browser aktualisieren, wenn Szene aktiv wird": bei Zählern und Timern aus.
- Bildrate an die Stream-Ausgabe angeglichen, nicht darüber.
- Das Standard-Custom-CSS bleibt stehen.
- Immer noch falsch? Rechtsklick auf die Quelle, Interagieren — dann siehst du genau, was die Seite selbst tut.
Jedes Streamities-Widget ist schlicht eine URL in einer Browser Source, all das gilt also für alle — und in der Einrichtungsanleitung jedes Widgets steht die Breite und Höhe, mit der du anfangen solltest.